Seien wir mal ehrlich, es gibt in unserem Leben wahrscheinlich mehr Lücken als irgendetwas anderes.
Die Lücke zwischen den Stunden, die du in der Vorlesung verbringen willst und die Stunden, in denen du bis Ende eines Semesters wirklich hingegangen bist. Die Lücke zwischen dem, was du am letzten Wochenende trinken wolltest und wie betrunken du tatsächlich warst. Und nicht zu vergessen die wirklich dumme Lücke zwischen den 2 Matratzen eines Doppelbetts – man selbst wird wach, während der Partner wie ein Baby weiterschläft [Shoutout zu allen Singles: Ich garantiere euch, es wird euch auch passieren]. Aber die Lücke, die uns als Künstler wahrscheinlich am meisten verfolgt, ist die Lücke zwischen dem, was du willst und dem, was du hast.

You need to betrue to yourself

In Bezug auf das Künstlersein ist es die Lücke zwischen dem, was du erschaffst und was du eigentlich erschaffen wolltest. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: Unzureichende Finanzierung, fehlende Vorstellungskraft, mangelndes Geschick oder schlicht und einfach Zeitmangel. Da ist es  sehr verlockend, frustriert zu werden. Ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich auf die polierten und schönen Instagram-Posts der Künstler starre, die ich bewundere – anstatt selbst Kunst zu machen. Dabei kommt es doch genau auf diese eine Sache an: Unsere Wahrnehmung.

Es gibt einen Grund, warum du (und ich) diese Künstler und ihre „Perfektion“ bewundern. Was wir nicht vergessen dürfen,sie alle waren einmal in der gleichen Position wie wir. Sie hatten auch andere Künstler, von denen sie Fans waren, die in dieser Zeit viel besser waren als Sie! Der Unterschied? Sie haben weiter gemacht, bis die Lücke geschlossen war. Und was haben sie dann realisiert? Sobald sie den Punkt erreicht hatten, an dem sie sein wollten, wurde die Lücke nur noch größer! Denn die Wahrheit ist: Es wird immer eine Kluft zwischen allem geben, was wir uns vorstellen können und was wir zum Leben erwecken werden. Dein Geist ist das mächtigste Werkzeug der Welt, und der Realität fehlen eben schlicht und einfach die Möglichkeiten, um deinen Phantasien nachzukommen. Du solltest deine Kunst eher als einen Fortschritt anstatt eines Statuses sehen. Ein wahrer Künstler wird niemals zufrieden sein – denn er wünscht sich immer mehr.

So stop being frustrated aboutthe lack of brilliance in your art.

Weißt du, wie man Schmuck bis zum Feinsten poliert? Indem man immer und immer wieder, Schicht für Schicht, daran arbeitet! Hör nie auf zu erschaffen, höre´nie damit auf, Fehler zu machen, und hör vor allem nie auf, an dir selbst zu wachsen! Deine Bilder findest du blöd? Dann mal solange bis sie dir gefallen! Deine Ideen sind nicht genial genug? Dann entwickle mehr!

Ein letzter Gedanke. Ich weiß, das alles ist unheimlich schwer. Aber denk daran, du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Ein schwedisches Sprichwort sagt: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh zusammen“. Lasst uns gemeinsam diese Reise antreten. Lass uns etwas Schönes erschaffen und die Unterstützung und Faszination von anderen bekommen. Als Künstler sind wir alle im selben Boot, also fangen wir gemeinsam an zu rudern. Schätzen  andere Kunst und deine Kunst wird geschätzt, easy as that.

Danke für alle, die bis zu diesem Teil gelesen haben. Von Zeit zu Zeit teile ich meine Gedanken über Dinge, die mir tagtäglich in den Sinn kommen. Wenn du das nächste Mal nicht verpassen möchtest, folge Sie mir auf einer meiner Plattformen. Oder auf allen. Kichern. Außerdem diskutiere ich gerne – wenn du eine Meinung zu dem Thema hast, lass es mich in den Kommentaren unten wissen.